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Wanderschuh Test – Tipps für die Anprobe
Jeder, der einmal für kürzere Zeit mit einem schlecht sitzenden Schuh spazieren oder wandern war, weiß wie schnell das sehr unangenehm werden kann. Gerade bei Wanderschuhen und Wanderstiefeln, die für längere Wanderungen und Touren gedacht sind, muss man den Schuh bei der Anprobe auf Herz und Nieren testen.
Er muss einfach perfekt sitzen, denn er muss den Füßen und dem Knöchel genug Halt und Stabilität bieten, darf nicht reiben oder gar einen Fersenschlupf produzieren und er darf keine Druckstellen insbesondere im Bereich der Schnürung und der Zunge aufweisen.
Der feste und ideale Halt des Wanderstiefels trägt auf der einen Seite zur Sicherheit bei, denn die Gefahr einer Sturzes oder des Umknickens ist sonst relativ groß, auf der anderen Seite, werden Blasen so verhindert und Blasenbildung ist dem Genuss beim Wandern abträglich.
Zusätzlich dazu entlastet ein stabiler Wanderschuh die Muskeln und beugt der Ermüdung vor. Zur gelungenen Wanderung gehört also beim Kauf eines Wanderschuhs auch die richtige Anprobe.
Wie teste ich, ob der Wanderschuh richtig sitzt?
Probieren Sie den Schuh in jedem Fall nachmittags oder abends an. Über den Tag verteilt, und gerade bei viel Bewegung und wenn es sehr warm ist, werden die Füße größer. Das wird auch auf der Wanderung der Fall sein.
- Wanderschuhe dürfen nicht zu klein sein, im Zweifel immer eine Nummer größer wählen und den Schuh enger schnüren. Die Zehen brauchen Spiel.
- Zusätzlich sollten Sie die passenden Wandersocken zur Anprobe benutzen. Nur dann wissen Sie, ob der Schuh wirklich gut sitzt und nicht doch zu klein ist. Vergessen Sie nicht: Im Winter trägt man dickere Socken.
- Wenn Sie dann den ersten Wanderschuh anprobieren, ziehen Sie ihn direkt so an, wie Sie ihn immer anziehen werden, also auch richtig ordentlich zugeschnürt. Beachten Sie hier auch, dass man beim Bergaufgehen etwas anders schnürt als beim Bergabgehen. Beim Bergabgehen sollte ein Vorrutschen des Fußes verhindert werden, also wird im Bereich der Beuge der Schaft fester geschnürt.
- Alle wichtigen Bewegungsabläufe sollten Sie mit dem Stiefel testen: Also auch Bergab- oder Bergaufsteigen, versuchen Sie möglichst alle Bewegungen durchzuspielen und testen.
- Wie überprüft man nun die richtige Passform? Sie werden es merken:
Sitzt die Ferse gut im Schuh (kein Fersenschlupf)?
Haben Sie genug Platz, ohne dass der Fuß hin und her rutscht (schwimmen)?
Ein Wanderschuh sollte immer rund 1 cm Platz (etwa ein Finger breit) im Schuh haben und im Zweifel ist eine oder eine halbe Nummer größer immer besser. Ein guter Test ist es, die Innensohle aus dem Schuh rauszunehmen und an den Fuß zu halten, Sie sehen dann gleich wie viel Platz im Schuh etwa ist.
- Sicherlich passt sich jeder Schuh der Anatomie nach einer Weile an, doch gerade in der Länge darf der Schuh auf keinen Fall zu klein sein. Zugleich muss er natürlich sitzen. Sobald Sie im Wanderschuh hin und her rutschen, wird die Wandertour ein jähes Ende finden. Allerdings gilt: Zu große Wanderschuhe kann man mit Einlagen unter Umständen noch anpassen, bei zu kleinen Wanderschuhe kann man nichts mehr machen.
- Behalten Sie den Wanderschuh bei der Anprobe ruhig etwas länger an und probieren Sie auch ungewöhnliche Bewegungen aus. Wenn Sie das bergab Laufen testen, schnüren Sie die Wanderstiefel recht stramm, Sie sollten dabei nicht vorne mit den Zehen anstoßen.
- Ein Wanderschuh muss sich sofort beim Test gut anfühlen und einen bequemen Eindruck machen. Wenn das der Fall ist und alle vorhergehenden Größentests ebenfalls positiv waren, haben Sie Ihren neuen Wanderschuh gefunden.
- Beachten Sie außerdem:
Testen Sie Ihre Wanderstiefel bei der Anprobe nicht auf rauem Untergrund, da sonst die Sohle verkratzt wird.
Was gilt es noch beim Kauf zu beachten / zu testen?
Sie finden im Shop immer die EU Größen am Schuh und zusätzlich (wenn Sie mit der Maus über die Größe fahren) wird auch die entsprechende UK Größe angezeigt. Die Wanderschuh Hersteller geben in der Regel (wie häufig auch bei Sneakern, Sportschuhen und Turnschuhen) drei unterschiedliche Größen an, nämlich die europäische, die US amerikanische und die englische Größenangabe. Sie sollten sich an Ihrer üblichen europäischen Größe orientieren.
Hier finden Sie unsere Größentabelle
Die Größenangaben der Hersteller variieren nicht so stark wie beispielsweise bei Sportschuhen. Gehen sie also getrost nach ihrer normalen europäischen Schuhgröße und nehmen sie im Zweifel eine halbe Nummer größer. Bei Wanderschuhen kommt auch noch der Aspekt hinzu, dass sie definitiv genug Spielraum für die Zehen brauchen und im Zweifel auch dickere Einlagen und / oder Wandersocken oder Wintersocken tragen werden.
Was hilft gegen Fersenschlupf? Tipps für richtiges Schnüren:
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Schnürung bei Wanderschuhen und Wanderstiefeln
Bei Wanderschuhen spielt eine richtige und gute Schnürung eine ausschlaggebende Rolle. Sie macht den Stiefel einerseits besonders fest und stabil, damit er Fuß und Knöchel besten Halt bietet, und andererseits wird der Schuh allein durch die Schnürung vorne, in der Mitte und hinten gut anpassbar an ihre Anatomie und an ihre Luftbewegung.
Die Schnürung geht aus diesem Grund auch bis fast nach ganz vorne und bietet Haken und Ösen bis über den Knöchel damit die Schnürung perfekt sitzen kann und man es leichter hat, eine ideale Schnürung einzustellen.
Vor allem gegen den Fersenschlupf soll die Schnürung schützen:
Fersenschlupf führt zu schmerzhafter Reibung und zu Blasenbildung, sie entsteht dadurch, dass bei einem recht steifen Wanderschuh mit einer recht steifen Sohle bei der Laufbewegung die Ferse immer wieder hinten im Schuh herauf und herunterrutscht, wenn der Stiefel nicht richtig geschnürt wurde oder nicht richtig sitzt. Bei guter Schnürung bleibt der Schuh am Fuß.
Zu einer richtigen Schnürung gehört auch das testen und ausprobieren. Sowohl bei der Anprobe als auch bei einer Wanderung: Die Schuhe sollten immer wieder entsprechend neu um geschnürt werden: Die Schnürung muss immer wieder angepasst werden - für bergauf oder bergab gehen, für größere Schritte, für mehr oder weniger Spielraum und Sitz.
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