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Des Wandern ist des Müllers Lust – aber nicht nur er wandert gern

 

Wandern als Hobby erlebt eine Renaissance. Lange gilt es nicht mehr nur als Seniorenfreizeitvergnügen, sondern ist auch unter jungen Leuten immer verbreiteter. Ungefähr die Hälfte der Deutschen geht regelmäßig raus in die Natur zum Wandern. Die Zahl steigt und der Markt für Wanderausrüstungen erlebt stetigen Zuwachs.

Innerhalb von Deutschland sind viele Wanderwege neu gestaltet worden, wie der Rheinsteig oder der Rothaarsteig. Es gibt viele Fernwanderwege, die Strecken bis über 1000 km Länge besitzen, wie der Wanderweg der deutschen Einheit, aber auch europaweite Wege, die Nord und Süd und Ost und West miteinander verbinden. Insgesamt gibt es ungefähr 150 Wanderwege in Deutschland, die im Durchschnitt eine Länge zwischen 70 und 350 km haben. Diese sind meist in verschiedene Tagestouren eingeteilt, je nach Kondition und Technik.

Eine noch größere Zahl gibt es an kleineren Tourstrecken und Rundwanderwegen, die meist miteinander kombiniert werden können. Die meisten Wege sind nicht nur für Autofahrer gut zu erreichen, sondern auch nahe an Bahnhöfen gelegen. Manche Unterkünfte an Wanderwegen bieten auch einen Shuttleservice vom Hotel zum Wanderweg an. Diese Informationen lassen sich am besten bei den jeweilgen Gemeinden erfragen.

Auch in der Literatur ist das Thema Wandern sehr aktuell. Gerade das Wanderpilgern ist besonders oft Gegenstand von Erfahrungsbüchern geworden; Der Jakobsweg erlebte damit eine wahren Boom. Die verschiedenen Formen des Wanderns, wie das Nordic Walking oder Geocaching, verleihen dem Wandern einen neuen Charakter, abseits von Stock und Hut. Durch neue technische Errungenschaften, wie GPS-Empfänger kann man Landkarten problemlos mit sich tragen und verläuft sich auch nicht mehr so schnell wie in Zeiten der Wanderkarten.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Wandervereinen, wie den Alpenverein, die über ganz Deutschland verteilt sind und so überall die Möglichkeit zum Wandern bieten, aber auch für Informationen.

Der Wandertourismus in Deutschland besitzt eine lange Tradition. In den Mittelgebirgen, wie Eifel, Hunsrück oder Schwarzwald sind viele Hotels und Restaurationen auf Wandergäste eingerichtet und meist auch nur im Sommer geöffnet, wenn die Wanderzeit ihre Hochzeit erlebt.

Der Markt für Wanderlustige ist, wie erwähnt, stark gestiegen. Ganze Fachhändler haben ihr Sortiment für Wanderer ausgelegt. Gute Wanderschuhe sind die Grundvoraussetzung für das Wandern. Mittlerweile findet man auch bei Discountern im Frühjahr oft Angebote rund ums Wandern, wie Schuhe, Stöcke oder Rucksäcke.

Wanderausflugsziele in Deutschland – Wo kann man was erleben?

 

wandergebiete-deutschlandDas Wandern ist des Müllers Lust …

Deutschland bietet eine Menge interessanter Ausflugsziele für Jung und Alt. Also einfach mal den Rucksack packen und raus in die Natur. Nachfolgend sollen nur vier aus einer großen Zahl möglicher Wanderwege in Deutschland näher betrachtet werden. In Thüringen, im Grünen Herzen Deutschlands befindet sich der Rennsteig. Mit einer Länge von 168 km hält er eine Fülle sehenswerter Ziele entlang seines Weges für den Wanderer bereit.

Große Inselsberg

Beispielsweise ist der Große Inselsberg ein bekanntes und beliebtes Wanderziel. Bei schönem Wetter bietet er dem Wanderer eine Fernsticht in alle Himmelsrichtungen, teilweise bis zum Brocken im Harz. Der Grenzadler in Oberhof ist vor allem durch die zahlreichen Wintersportmöglichkeiten bekannt. Vom Biathlon- Weltcup über den Bob bis hin zur Nordischen Kombination. Oberhof ist Thüringens Wintersportzentrum und zieht jährlich eine Vielzahl von Besuchern aus der ganzen Welt an.

Grenzadler

Der Grenzadler selbst ist ein Grenzstein mit dem preußischen Adlerschild. Hier gibt es auch eine Vielzahl gespurter Loipen sowie Ausleihstationen, die das nötige Equipment liefern. Der Rhein- Burgen- Wanderweg ist das UNESCO- Weltkulturerbe des Oberen Mittelrheintal´s links- sowie rechtsrheinisch. Insgesamt erwarten den Wanderer 220km Wanderspaß.

Der Weg verläuft auf Waldwegen durch Hochwälder, über Wiesenpfade und schmalen Stegen in den steilen Hängen des Schiefergebirges, sowie felsigen Auf- und Abstiegen in den engen Seitentälern. Manchmal verläuft er sogar über alte Eselspfade. Es bietet sich die Möglichkeit, die Wanderung mit reizvollen Fährpassagen auszuschmücken. Natürlich bietet sich eine kleine Schiffsfahrt vorbei an der Loreley an. Auch findet das „Burgen- Hopping“ immer mehr Anhänger. Insgesamt können 29 Burgen besichtigt werden.

Schluchtensteig im Schwarzwald

Auf 118 km verläuft der Schluchtensteig im Schwarzwald zur Wutachschlucht, zum Lotenbachklamm, zum Windbergwasserfall und vielem mehr. Er ist vor allem für all diejenigen gedacht, die es ans Wasser zieht. Wer dramatische Tallandschaften liebt und tosende Wasserfälle bestaunen will, ist hier richtig. Ganz hoch im Norden gibt es den Nord- Ostsee- Wanderweg. Er schafft auf 109 km eine Verbindung zwischen Nordseeküste und Ostsee. Von der Marsch über die Geest, bis ins östliche Hügelland, zeitweise dem Nordostseekanal folgend, bietet er dem Naturfreund eine Menge an Sehenswerten. Alles in allem gibt es in Deutschland wirklich für jeden das Richtige. Eine sehr gute


Übersicht über mögliche Wanderwege bietet die Seite http://www.wanderbares-deutschland.de.

Freizeitwanderer genießen frische Luft, schöne Natur und bleiben fit

 

freizeit-wandernDie Zeitgenossen der Aufklärung im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts entdeckten das zweckfreie Wandern. Sie unternahmen wochen- und monatelange Fußtouren durch Europa.

Einige Jahrzehnte später machten die Romantiker das Wandern populär. Sie durchstreiften und erkundeten die unberührte wilde Natur. Zahlreiche Gemälde mit Motiven wildromantischer ungezähmter Landschaften zeugen von der Begeisterung jener Epoche für das Wandern.

Ab 1850 wurden zunehmend heimatverbundene Wander- und Gebirgsvereine gegründet. Sie machten sich verdient bei der Erstellung von Wanderkarten und dem Ausbau von Wanderwegen, Wegweisern und Aussichtstürmen.

In der Folgezeit fand das Wandern immer mehr begeisterte Anhänger.
Vor gar nicht langer Zeit erschien „bloßes Wandern“ einer modernen, jungen Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß. Dem altbackenen Image des Wanderns treten Tourismusverbände, Freizeitveranstalter sowie Wandervereine mit neuen Formen des Wanderns entgegen. Mit Erfolg. Nordic Walking und Trekking abseits der ausgetretenen Pfade erfreuen sich vieler Anhänger. Nordic Walking wird als der Fitmacher an frischer Luft gefeiert, der Übergewicht auf sanfte und gelenkschonende Weise bekämpft. Trekking und Geocaching sprechen vor allem die jüngere Zielgruppe an. Nachtwanderungen sind gleichermaßen bei Jung und Alt sehr beliebt. Unter welcher Bezeichnung auch immer, Wandern erfreut sich wieder größerer Beliebtheit.

Die Gründe für die steigende Popularität sind vielfältig. Zu den wichtigsten zählen mit Sicherheit der Wunsch, sich an frischer Luft und in ruhiger Umgebung, ohne Autolärm und schädliche Abgase, zu betätigen. Nicht nur Naturliebhaber wissen den Anblick unberührter, ursprünglicher Landschaften mit geschwungenen Hügeln, idyllischen Bachverläufen, Solitärbäumen und sanften Naturgeräuschen zu schätzen. Natur und frische Luft senken nachweislich den Puls und den Blutdruck. Freizeitwanderer, die die Natur und die frische Luft genießen, stärken ihr Immunsystem und verbessern ihr Allgemeinbefinden.

Schließlich ermöglicht Wandern, soziale Kontakte zu knüpfen, auszubauen und zu stärken. Die meisten Freizeitwanderer unternehmen ihren Ausflug in die Natur mit Gleichgesinnten oder Freunden. Gemeinsames Erleben und Genießen von Wald und Flur, das Sichten freilebender Tiere, gemeinsame Erfahrungen überhaupt, bringen die Menschen näher zueinander.

Erlebnisreiche Wanderziele

 

Die Zahl der neu entstandenen und immer noch im Entstehen begriffenen Wanderwege zeigen es: Wandern hat Hochkonjunktur. Auszeichnungen wie Prämiumwanderweg, Familienwanderweg oder Erlebniswanderweg machen deutlich, dass Wandern eine Freizeitbeschäftigung für Jedermann geworden ist. Damit der Wanderausflug nicht zum Desaster wird oder zu einem nie mehr wiederholten, frustrierten Erlebnis, sollte man einige Dinge beachten.

  • Schwierigkeitsgrad

wanderzieleDas wichtigste bei der Planung eines Wandertages oder gar eines Wanderurlaubes ist die Auswahl des Ziels und die Eingrenzung des Schwierigkeitsgrades. Wandern kann man natürlich überall – sogar durch die Großstadt. Entscheiden sie also zuerst, ob sie sich eine naturnahe Wanderung ohne viel Trubel wünschen oder ob sie einige kulturelle Highlights streifen wollen. Entscheiden Sie dann aufrichtig wie fit Sie sind. Auf dem Rheinsteig zum Beispiel, der von Wiesbaden bis Bonn führt gibt es ganz unterschiedlich anspruchsvolle Touren. Sowohl sportlich ambitionierte Wanderfreunde als auch Wandereinsteiger kommen hier auf ihre Kosten. Im Pfälzer Wald zum Beispiel in der Region Dahner Felsenland hält die Touristeninformation Wanderrouten für Familien bereit, die sogar mit dem Kinderwagen zu bewältigen sind.

Technische Angaben wie Weglänge, Höhenmeter und Steigung sind zwar sehr aufschlussreich, setzten aber zur richtigen Interpretation ein wenig Erfahrung voraus. So stellen 800 Höhenmeter bei einer Tageswanderung im Odenwald weniger Ansprüche an die Kondition, wenn sich die Höhenmeter auf mehrere Auf- und Abstiege verteilen. Dagegen sind 800 Höhenmeter hinauf zur Kampenwand im Chiemgau in der Regel in einem Aufstieg ohne Unterbrechung zu bewältigen und stellen für den untrainierten Wanderer eine große Herausforderung da. Viele Themenwanderwege lassen erahnen, was es auf dieser Strecke zu erleben und zu sehen gibt.

Der Sieben-Burgenwanderweg im Wasgau in der Südpfalz oder ein Wattwanderweg auf Föhr, der Mühlenwanderweg oder der Goldschmiedswanderweg im Nordschwarzwald. Titel wie der Schluchtensteig oder der Eifelsteig zeigen an, dass man hier mit einem steten Auf und Ab zu rechnen hat – mit einem Steig eben. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich in den letzten Jahren auch die Pilgerwege. Auch sie sind oft schon an ihrem Namen zu erkennen. Marienpfad, Bonifatiusweg und ähnliche.

Möchten Sie ihre Wanderung mit einem anderen Erlebnis kombinieren, dann gibt es gerade entlang von Flüssen oft die Möglichkeit eine Streckenwanderung mit einer Schiffsrückfahrt zu kombinieren. Oder Sie paddeln ein Stück entlang der Lahn und wandern dann wieder zurück.