Wandern in den Alpen – Wofür braucht man welche Ausrüstung?
Vom französischen Rhônetal bis ins Wiener Becken in Österreich erstreckt sich der Alpenbogen. Für Wanderer sind diese Berglandschaften ein Paradies. Leichte Spaziergänge sind in den Bergen ebenso möglich, wie anspruchsvollere Touren über Klettersteine und hochalpine Touren. Welche Ausrüstung für eine Wanderung in den Alpen benötigt wird, hängt freilich vom Schwierigkeitsgrad der geplanten Tour ab. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für die Zusammenstellung der Wanderausrüstung für eine geplante Wanderung.
- Die Grundausrüstung schützt vor Sonne, Regen und Hunger
Selbst bei einer kurzen Wanderung in leichtem Gelände ist es sehr wichtig, dass der Rucksack richtig gepackt wird. Die Alpen sind dafür bekannt, dass das Wetter oft rasch umschlägt. Ein warmer Pullover und ein Regenschutz sollten daher immer mitgenommen werden, selbst im Hochsommer und bei strahlendem Sonnenschein. Auch Sonnencreme und Sonnenbrille gehören in den Rucksack. Sonnenschutz ist wichtig, da in alpinen Lagen die UV-Strahlung höher ist, als im Tal.
Für viele ist die Einkehr in eine Hütte der schönste Teil der Wanderung. Schließlich kann man sich in gemütlicher Atmosphäre von den Strapazen erholen. Oft dauert der Weg zu Hütte allerdings länger, als ursprünglich angenommen. Deswegen sollte man auf Jause, Getränke und einen Müllsack nicht vergessen. Bei den Getränken ist zu empfehlen, mehrere Flaschen Wasser mitzunehmen. Für die Einkehr in der Hütte benötigt man freilich Geld. Auch in den Alpen sollte man daher nicht bargeldlos unterwegs sein.
Kleinere Verletzungen sind beim Wandern schnell passiert. Pflaster oder sogar ein kleiner Verbandskasten sind daher weitere nützliche Dinge für den Wanderrucksack. Auch in Regionen mit gut gekennzeichneten Wanderwegen haben sich schon viele Wanderer verirrt. Mit einer Wanderkarte kann dies vermieden werden.
Wer trotzdem den richtigen Weg nicht findet und telefonisch Hilfe rufen will, ist sicherlich froh, wenn sich das Handy im Wanderrucksack befindet. Abschließend sollte man noch ein Feuerzeug und Taschentücher in den Rucksack packen und die Wanderung kann beginnen. Für eine Wanderung im Winter muss die Liste der Ausrüstungsgegenstände freilich noch erweitert werden. Warme Handschuhe, eine Wollmütze und lange Unterhosen gehören ins Gepäck beziehungsweise an den Körper.
- Signalpfeife, Helm und CO gehören bei hochalpinen Wanderungen ins Gepäck
Wenn eine Wanderung in höhere Lagen führt, ist zusätzliche Ausrüstung erforderlich. Ein Höhenmesser, ein Kompass und eine Signalpfeife sollten mitgenommen werden. Kompass und Höhenmesser helfen bei der besseren Orientierung im Wandergebiet. Im Fall einer Notlage kann in Gebieten ohne Handy-Netz mittels der Signalpfeife Hilfe gerufen werden. Führt die Wanderung allerdings in eine Region mit Steinschlag-Gefahr, so ist auch die Mitnahme eines Schutzhelms zu empfehlen. Vor dem Antritt der Wanderung sollte man sich über solche Gefahren auf der Wanderroute informieren.
Auch eine Isomatte und eine kleine Apotheke mit schmerzstillenden Medikamenten gehört in die Ausrüstung für Wanderungen in hochalpinem Gelände. Bei Weitwanderungen besteht ebenfalls die Gefahr, von der Dunkelheit überrascht zu werden. Daher sollte man eine Stirnlampe einpacken. Wer keine besitzt, kann auch eine Taschenlampe verwenden. Dies ist aber nur die zweitbeste Variante.
- Gepäck für Naturfreunde: Fernglas, Bestimmungsbuch und Geologenhammer
Viele Regionen in den Alpen verfügen über eine einzigartige Natur- und Pflanzenwelt. Beispielsweise der Nationalpark Hohe Tauern in Österreich. Interessierte Wanderer sollten in diesen Regionen ein Bestimmungsbuch mitnehmen, um Tiere und Pflanzen identifizieren zu können. Bei klarem Wetter und guter Fernsicht macht das Wandern mehr Spaß. Ist ein Fernglas im Gepäck, lässt sich die Aussicht noch besser genießen. Einzigartig ist in manchen alpinen Regionen auch die Zusammensetzung des Gesteins. Wanderer, die sich für diesen Bereich interessieren, könnten zum besseren Verständnis eine geologische Karte mitnehmen. Mit einem Geologenhammer lassen sich kleine Gesteinsproben entnehmen. Zu beachten ist allerdings, dass dies nur in Gebieten erlaubt ist, die nicht zu einem Nationalpark gehören.
Mehr zu Wanderausrüstung und Wandersocken finden Sie in den Blogbeiträgen
- Wanderkarten: Technische Hilfsmittel oder eine Wanderkarte aus Papier? &
- Wandersocken haben spezielle Eigenschaften die für lange Wanderung sehr wichtig sind
hier im Blog..

Wenn große weite Wege gewandert werden sollen, sind technische Hilfsmittel sowie das GPS Gerät sicher ein großer Vorteil. Kennt man sich nicht aus, sollte ein erfahrener Wanderer trotzdem mit dabei sein. Bevor es das elektronische Ortungsgerät gab, benutzte man einen Kompass in Verbindung mit einer guten Karte. Wer gut Karten lesen kann und Freude am Wandern hat, benutzt sicher lieber eine Wanderkarte, die man leicht in die Tasche stecken kann. Für größere Wanderungen nimmt man natürlich auch noch einen Kompass zu Hilfe, mit dem dann die Richtung bestimmt wird. Der Kompass ist zwar auch ein technisches Hilfsmittel, das es aber schon lange gibt und der nicht schwer abzulesen ist. Etwas Erfahrung braucht man sicher auch, um mit einem Kompass und der Wanderkarte den richtigen Weg zu finden.