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Kletterausrüstung beim Bergwandern

 

Der Sommer ist die ideale Jahreszeit die Bergwelt auf unzähligen Wanderwegen zu erkunden. Wer noch höher hinaus will oder ein wenig Herausforderung abseits der normalen Pfade sucht, sollte sich an den zahlreichen Klettersteigen unterschiedlicher Schwierigkeit versuchen, die man vor allem in den Alpenregionen häufig findet.

Erste Versuche in der Steilwand

Nicht jeder hat die Motivation oder den Mut die Berge in Seilschaften zu besteigen. Ein schöner Kompromiss zwischen normalem Wandern und Bergsteigen hingegen sind Klettersteige. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade führen entlang an Steilwänden, Graten oder Bergkämmen und geben Eindrücke von der Bergsteigerperspektive. Klettersteige sind mit unterschiedlichen Vorrichtungen wie Leitern, Stiften oder Klammern ausgestattet, die durch ein mitlaufendes Drahtseil für die zusätzliche Sicherung des Wanderers sorgen. So werden unwegsame Felspassagen überwunden, die sonst nur mit schwieriger Kletterei zu meistern wären.
Klettersteige haben in der Regel eine Bewertung des Schwierigkeitsgrades, der unbedingt auf die persönliche Konstitution abzustimmen ist. Anfänger sollten sich niemals in zu schwieriges Gelände wagen. Grundkenntnisse in der Wettereinschätzung sind empfehlenswert oder wenigstens ist der Rat der örtlichen Wetterdienste einzuholen. Bei aufziehendem Gewitter kann ein Klettersteig sehr schnell sehr gefährlich werden. Durch Eisenseile und Vorrichtungen ist die Einschlagsgefahr von Blitzen erhöht.

Die Kletterausrüstung

Neben einer guten Kondition und Kraftausdauer ist vor allem Augenmerk auf die Ausrüstung zu legen, welche die persönliche Sicherheit gewährleistet. Wer einen Klettersteig begehen möchte, braucht ein entsprechendes Klettersteigset. Dieses besteht aus einer Kombination von Sitz- und Brustgurt, einer Seilbremse und dem dazugehörigen kurzen Seil mit zwei Karabinern. Während einer Begehung laufen beide Karabiner am Drahtseil des Klettersteigs mit und werden nur bei Unterbrechungen des Drahtseils nacheinander gewechselt. Im Falle eines Sturzes ist so jederzeit gewährleistet, dass eine feste Verbindung zum Sicherheitsseil hergestellt ist. Die Seilbremse zwischen Karabiner und Sitzgurt bremst dabei einen möglichen Sturz. Herab fallende Steine sind auf Klettersteigen ein häufig auftretendes Problem, weshalb eine Tour niemals ohne entsprechenden Helm durchgeführt werden sollte.
In einem kleinen, bequemen Rucksack, der beim Klettern nicht behindert, werden alle zusätzlich benötigten Gegenstände untergebracht.
Klettersteigtouren können lang und anstrengend sein. Nahrung und vor allem ausreichend Flüssigkeit für die geplante Tour sind ein wesentlicher Bestandteil.
Um bei Wetterstürzen vorbereitet zu sein, gehört bei Touren in den Bergen grundsätzlich Regenkleidung ins Gepäck.

Richtige Kleidung und Schuhwerk

Bergstiefel sind für Klettersteige eine optimale Wahl. Sie stabilisieren nicht nur den Fuß und die Gelenke, sondern ermöglichen durch ihre steife Sohle auch das sichere Stehen auf schmalen Felsabsätzen. Die Sohle bietet mit ihrem Profil auch bei rutschigen Partien guten Halt und gewährleistet genügend Griffigkeit beim Steigen. Wer sich in den Bergen körperlich stark betätigt, gerät schnell ans Schwitzen. Atmungsaktive, schnell trocknende Funktionskleidung, die bei den Bewegungen nicht behindert, bietet den besten Komfort und Schutz vor Auskühlung. Schweiß sollte immer vom Körper an die äußeren Kleidungsschichten transportiert werden. Das Zwiebelprinzip, bei dem mehrere Schichten anstatt einer dicken Schicht zur Körperwärmung getragen werden, gilt nach wie vor.
Aufgrund der größeren UV Einstrahlung in den Bergen oder aber auch der Lichtreflexion auf alten Schneefeldern, die man auch im Sommer antrifft und die man queren muss, ist die Mitnahme einer Sonnenbrille durchaus empfehlenswert.