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Schuhgrößen – Die verschiedenen Maßeinheiten

 

Für Schuhgrößen gibt es mittlerweile diverse Maßeinheiten. Wichtig ist hier in den meisten Systemen die Fußlänge, weitere Bedeutung gewinnt das Ballenmaß, also die Entfernung des Fußballens und des kleinen Zehs. In anderen Systemen wird anstelle des Ballenmaßes die Fußbreite verwendet, bei der die breiteste Stelle des Fußes ausgemessen wird. Eine untergeordnete Rolle spielt die Fußform, sie wird in nahezu keinem Größensystem berücksichtigt.

  1. Mondopoint – Mondopoint ist ein international genormtes System (ISO 9407:1991), mit dem Schuhgrößen beschrieben werden können. Hier werden Fußlänge und -breite berücksichtigt und in der Maßeinheit Millimeter angegeben. Schuhgröße 260/100 beschreibt also einen Fuß mit 26 cm Länge und 10 cm Breite. Aufgrund seiner Genauigkeit wird Mondopoint beispielsweise bei der Ausstattung von NATO und Bundeswehr angewandt.
  2. Europäische Größe – In Deutschland, Italien und Frankreich gibt man die Innenlänge in der Einheit Pariser Stich an – ein Pariser Stich sind 2/3 cm bzw. 6,66 mm. Dieses System ist allerdings nicht genormt, sodass Größenangaben zwischen verschiedenen Herstellern abweichen können, da sie verschiedene Weiten zwischen den verschiedenen Größen anwenden können (5 mm oder 6,66 mm) und weiterhin verschiedene Bezugsgrößen (Leisten- oder Innenlänge).
  3. Britische Größe – In Großbritannien wird ebenfalls ein nicht-standardisiertes System verwandt – gerechnet wird hier mit Barleycorns (8,4666 mm) und der Leistenlänge. Die kleinste Kindergröße ist 0 (12 Barleycorns = 101,6 mm), Kindergröße 13,5 ist gleichzusetzen mit der Erwachsenengröße 1.
  4. Amerikanische Größe – In den USA gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Schuhgröße anzugeben. Zum einen geht das amerikanische System ebenso wie das britische von Barleycorns als Maßeinheit aus. Allerdings beginnt die Skala dort erst bei 3 11/12. Zwischen Damen- und Herrenschuhen wird außerdem unterschieden, Damengrößen sind bei gleicher Fußgröße im Durchschnitt 1 – 1,5 Nummern höher als bei den Herren.

Größenmessung

Weiterhin wird häufig das Brannock-Gerät verwendet – hiermit wird nicht nur die Länge der Fußsohle, sondern außerdem auch der Abstand zwischen Ferse und breitester Stelle des Fußes gemessen. Wird eine größere Größe durch die zweite Messung festgestellt, so wird diese auch anstelle der bloßen Fußlänge verwendet.

Bei den Kindergrößen (hier übrigens nicht durch Zahlenwerte, sondern durch Buchstaben benannt) wird außerdem eine Zulage miteinberechnet, die bei Wachstum der Füße die Schuhe für einen längeren Zeitraum passend macht.

Japan, Taiwan, Südkorea

In den asiatischen Ländern werden bei der Ausmessung von Schuhgrößen Fußlänge und -umfang beachtet. Die Länge geben die Asiaten in cm an, die Abstufung zwischen den einzelnen Größen beträgt 5 mm. Weiterhin werden Buchstaben für das Ballenmaß angegeben – die Skala reicht von A, B über EE, EEE, EEEE, F und G. Allerdings ist diese nicht genormt, sodass in den verschiedenen oben genannten Ländern Abweichungen entstehen – so werden je nach Land und Geschlecht des Trägers nicht alle Größen berücksichtigt. Zusätzlich gibt es in Japan eine Abstufung der Fußbreite – N für schlanke, M für mittelbreite und W für weite Füße schließen sich der Bezeichnung an.

Eine Umrechnung zwischen den verschiedenen Größen ist übrigens nicht unproblematisch, da die Systeme der verschiedenen Länder nur teilstandardisiert sind.