Was sind Funktions-Wandersocken?
Unter Funktions-Wandersocken versteht man Socken, die speziell für Wanderungen und Mehrtagestouren in Gebirgen und Feldwegen sowie ähnliche Belastungen geeignet sind. Ihre Funktion ist es, die Füße während der bei solchen Wanderungen üblichen Belastungen vor Schäden und Verletzungen zu bewahren und stattdessen ein angenehmes Tragegefühl zu erzeugen. Die Besonderheiten einer solchen Funktions-Wandersocke sind vor allem atmungsaktive, antibakterielle und geruchshemmende Eigenschaften sowie eine Stoßdämpfer-Funktion.
Atmungsaktivität
Wandersocken müssen atmungsaktiv sein, also Feuchtigkeit nach außen ableiten, um den Fuß trocken zu halten. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich Blasen bilden – denn diese entstehen durch Reibung zwischen dem Stoff und der schwitzenden Haut. Außerdem wird Fußpilzen vorgebeugt, da auch diese ein warmes und feuchtes Klima bevorzugen. Nicht zuletzt wird auch der Geruch auf diese Weise minimiert.
Die Ableitung der Feuchtigkeit nach außen hin wird durch den Einsatz spezieller Stoffe, so genannter Funktionstextile, erreicht. Außerdem sind viele Modelle mehrschichtig, weisen also verschiedene Meterialien auf. Zumeist findet sich innen ein weicher, komfortabler und den Schweiß aufnehmender Stoff, während außen ein robusteres Material genutzt wird.
Antibakteriell
Auch antibakterielle Eigenschaften sind wichtig zur Gesunderhaltung des Fußes; ein Großteil dieser Wirkung wird zwar bereits durch die Trockenhaltung des Fußes erreicht, bei einigen Modellen finden aber dennoch zusätzlich noch Silberpartikel Verwendung, die ebenfalls eine antibakterielle Wirkung besitzen.
Dämpfung
Die markanteste und wichtigste Eigenschaft der Funktions-Wandersocken ist jedoch ihre stoßdämpfende Wirkung. Diese wird durch weiche Polster an den Ballen, Zehen, Fersen und gegebenenfalls auch am Schienbein erreicht. Sie bewirken zum Einen ein angenehmes und gedämpftes Laufgefühl, was insbesondere auf harten und felsigen Untergründen von großer Bedeutung ist, zum Anderen schützen sie aber auch die Haut vor übermäßiger Reibung mit dem Stoff der Schuhe, so dass Hautabschürfungen und Blasen vermieden werden.
Die Polsterung ist auch der Grund dafür, dass Wandersocken jeweils eine Ausführung für den linken und den rechten Fuß haben – da die Füße symmetrisch aufgebaut sind, ist für einen effektiven Sitz der Polster selbiges auch für die Socken erforderlich.
All diese Wirkungen unterscheiden sich in ihrer Intensität durch die verwendeten Materialien, die jeweils verschiedene Vor- und Nachteile bieten und meistens zur Funktionsoptimierung kombiniert werden.
Baumwolle
So haben Wandersocken aus Baumwolle die Eigenschaft, viel Feuchtigkeit schnell aufzunehmen, allerdings geben sie diese nur sehr langsam wieder ab und sind daher nur für kürzere Belastungen geeignet. Schurwolle nimmt zwar weniger Schweiß auf, gibt ihn aber gut an die Umgebung ab und hat zudem sehr gute wärmende Eigenschaften, was bei kalter Witterung äußerst vorteilhaft ist.
Die Kunstfasern hingegen haben einen guten Feuchtigkeitstransport gemein; Zusätzlich haben aber die verschiedenen Arten von Kunstfaser meist noch weitere Eigenschaften, die sie für verschiedene Zwecke qualifizieren. So wirken bestimmte Polyesterfasern (Coolmax) kühlend auf den Fuß, während Polypropylen die Feuchtigkeit gut leitet und Polyamid besonders robust ist.
Um von dem Nutzen der Funktions-Wandersocken zu profitieren, muss Einiges beachtet werden. So sollten bei hochwertigen Exemplaren die Nähte nicht zu dick sein. Es muss darauf geachtet werden, dass ein guter, aber nicht zu fester Halt und ein faltenfreier Sitz gewährleistet sind. Sind all diese Voraussetzungen erfüllt, kann sich der Träger auf erheblich angenehmere Aktivitäten einstellen.
